Street-FoodGestern wurde der erste Allgäuer Street-Food Markt in Kempten veranstaltet. Von 11 bis 22 Uhr wurden an verschiedenen Wagen Finger-/Street-Food aus aller Welt verkauft.

Scheint ja jetzt der allgemeine Trend zu sein, überall gibt es Märkte, jeder fährt mit seinem Wagen durch die Gegend.
Früher waren es nur Eiswagen, heute gibt es vom Hamburger bis zum furchtbar hippen Pulled-Pork so ziemlich alles und aus jeder Gegend unserer Welt.

So auch in Kempten. Wir kamen gegen 18 Uhr an, der Hildegardplatz proppenvoll mit Menschen. An jedem Wagen stand eine lange Schlange. Scheinbar hatten alle guten Hunger. Wir liefen einmal über den Platz, schließlich haben wir ein Brioche mit „Alpen-Lachs und Honig-Lavendel-Creme Fraiche“ bei Christian Henze zum Start geholt. Eines für uns beiden, mal will ja alles mögliche probieren. 5 Euro – war sehr gut. Hier ein Eindruck vom Stand und vom Markt: Henze beim Streed-Food Markt (da war noch wenig los 😊).

Der nächste Stand: Ausverkauft. Der nächste Stand: Schlange quer über den Platz. Da war doch der afrikanische Stand am Platzeingang?

Da gingen wir hin, Schlange etwas kürzer. Dafür ging es aber auch SEHR langsam vorwärts. Nach gefühlter Ewigkeit haben wir den „normalen Teller“ für 6 Euro genommen. Wie groß war die Enttäuschung: Ein Pappteller mit etwas kaltem Reis (die angepriesene Erdnußsoße sowie der Spinat waren aus). Dazu ein undefinierbares Stück vom Huhn mit viel wabbliger Haut und ganz wenig Fleisch und genau 6 Stück Kochbanane. Vom Fischkopf haben wir Abstand genommen. Alles war kalt, außer der Banane, die war schön fett aus der Friteuse. Das war wirklich nichts – gar nichts. Noch nicht mal gut gewürzt.

Also weiter, vorne gab’s doch Curry-Wurst? Ja – gab es, war ausverkauft. Genauso wie die Falafel, Stand geschlossen. Pulled-Pork ist ja in… ausverkauft. Die einzigen Stände, die noch was hatten waren völlig überlaufen, man konnte kaum über den Platz laufen, die Wagen waren sehr ungeschickt verteilt.

Zwischendrin die Getränke-Versorgung, da standen die, die bereits satt waren oder auch nichts mehr bekamen, alles überfüllt. Die Planung scheint hier ziemlich schief gegangen zu sein. Da auf dem Platz nichts mehr vernünftiges zu Essen zu finden war, waren die einschlägigen Ketten und Restaurants auch voll… Was wäre passiert, wenn das Wetter besser gewesen wäre?

Resümme: 5 Euro bei Christian Henze, nicht wirklich Street-Food, der Stand – aber sehr gut. Der afrikanische Stand hat alles getan, dass ich das nie wieder  probieren möchte. 6 Euro. 2,10 Euro für’s Parken. 40 km insgesamt Fahrstrecke.  Also über 13 Euro für – nichts. Dann nach hause und etwas gegessen, ein Brötchen mit Salat, Senf, Ketchup, Wurst – Fingerfood eben.

Essen enttäuschend, Organisation enttäuschend. Und nicht wirklich Motivation bei der nächsten Veranstaltung wieder hinzugehen. Meiner Meinung nach ein Hype um Imbissbuden, leider gibt es die nicht mehr so wie früher mit leckerer Curry-Wurst oder Hamburgern.

 

Street-Food – der Allgäuer Versuch, dem Hype nachzulaufen
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2 Gedanken zu „Street-Food – der Allgäuer Versuch, dem Hype nachzulaufen

  • 16. Juli 2016 um 20:32
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    Jo hatten wir auch so, trotz Regen. Beim ersten mal war alles leer bis auf fritiertes Snickers 🙂 Hier ofm Dorf war besser aber es gab irgendwie nur PulledPork, an jedem Stand. Wir haben uns dann für eins vom Jäger entschieden, Hirsch. ZUm Glück, das war. Suuuper. Super Teuer aber auch, haben wir uns geteilt, wollten alles probieren. Ich hab dann auch an so nem Afrikanischen Stand so gezwirbelte Chips gegessen die waren toll, der Mangosoßenkram und das Fleisch dazu warn furchtbar. Ich wolte auch unbedingt und dann war es wirklich viel Hype um nix. Ich gebe dir recht, ne ordinäre Wurstbude, gibts hier auch kaum noch. Ne gute, so wie früher. L.g alex

    • 16. Juli 2016 um 21:38
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      Das ist halt das Problem mit den „Hype“ Sachen, eigentlich nur alter Wein in neuen Schläuchen ;).

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